27.04.2011 Schmoof Jam - Das Cann Stuttgart

Wir waren am vergangenen Donnerstag auf der Schmoof Jam im "Jugendhaus Das Cann" am Start. Bericht und Fotos anbei.

Mit einem miesen Wortspiel im Namen werben die Veranstalter von „Schmoof – Das Cann Stuttgart“ für ihre Jam. Sieben Gruppen und Künstler stehen auf dem Zeitplan. Bier kostet 1,50 Euro. Und die Toiletten sind viel zu sauber. Das Ganze findet dazu noch im neueröffneten Bad Cannstatter Jugendhaus statt, welches durch seine moderne Architektur eher an ein Halo-Level, als an einen Treffpunkt für Heranwachsende erinnert. Was soll das alles nur geben???
Der Berufsjugendliche Körpa Klauz führte dann auch gewohnt aufgedreht mit Duracell-Hasen-Moderationen durch das Programm. Sich Werbemaskottchen auf das Banner zu schreiben und dann über Non-Phixion-Beats zu rappen, ist entweder genial oder total bescheuert. Körpa Klauz lud den Zuschauer wieder mal dazu ein, dass für sich selbst auszumachen.

Schon vor einiger Zeit sind der Nussigmilde und sein Sidekick Shema in der Stuttgarter HipHop-Szene aufgeschlagen. Jung und wild. Sie funktionieren auf ihre boom-bappige Art. Das untermauerten die beiden sympathischen Milchbubis auch erneut bei Schmoof. Nicht nur, dass sie die Meisterhirne hinter dem Event waren, nein, sie bewiesen auch auf der Bühne, dass sie Kandidaten für den Nächstes-Level-Scheiß sind.  Shema rappte wie ein junger Andy Milonakis und der Nussigmilde spielte Schlagzeug wie ein Affe im viel zu kleinen Käfig. Da waren Könner auf der Bühne. In spätestens fünf Jahren sind die beiden Jungs mindestens die coolsten Menschen Stuttgarts und bekämpfen das Böse. Wenn nicht noch mehr?!
Ansonsten bot einem diese Stuttgarter-HipHop-Jam, was man von einer Stuttgarter-HipHop-Jam dieses Kalibers erwartet: Kid Taru rockte auch ohne Back-Up wie ein ganz großer Orange-Liebhaber. Zwei mit Mike sind nach wie vor fürs Festzelt da und heißen bald Zwei ohne Mike. Phong-Bak kannte alle und ist der Professionelle vom Bau. Und Webbaw & Chinchiller sind nach wie vor die sympathischsten Oettinger-Trinker Baden-Württembergs. HipHop Cann viel.

Ob HipHop-, ist fraglich Jams in diesem Rahmen überhaupt noch gebraucht werden. Doch Laune und Freude an der Leistung des anderen, war gestern Abend in Bad Cannstatt das heimliche Motto. Und das auch wenn Rapper für Rapper auftreten, die Pizzen nach 23 Uhr schon aus sind oder Tischtennis vor dem Jugendhaus spannender ist. Denn ohne Zweifel: Stuttgart Cann was!

Bericht: Stefan Pan

 

2018 Hip Hop Stuttgart | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt