16.12.2011 Video + Kurz-Interview: Benny SAN & Sheik Malik

Mitte November schrieben wir in unserer Review ĂĽber Benny SANs und Sheik Maliks Tag-Team-Album „Scheisse muss laut": „Habt ihr morgens nach dem Aufstehen schon Lust auf eine Wodka-Mischung und sucht noch den passenden Soundtrack dafĂĽr? ‚Scheisse muss laut‘ von Benny SAN und Sheik Malik könntet ihr ruhig mal ausprobieren!" Ein Album, das wie eine Kopfnuss von Mike Tyson gewirkt hat, lieĂź eine Hörerschaft zurĂĽck, die die Stimmbänder erst mal wieder schonen und den Griff zur mit Aspirin aufgepeppten Wasserflasche bevorzugen sollte. Abrissmusik.

Mittlerweile sind die Lauscher wieder einigermaßen vom Pfeifen befreit und dementsprechend bereit neue und vor allem ohrenbetäubende Lebenszeichen von den beiden Stuttgartern geliefert zu bekommen. Benny & Malik mimen nicht die Spielverderber, sondern liefern tatsächlich aus. Seit gut zwei Wochen ist das in Eigenregie entstandene Musikvideo zum Album-Abschlusstrack „The Show“ im Umlauf. Und passend zum Grundtenor von „Scheisse muss laut“ sind auch die Bilder ausgefallen. Doch seht selbst!



Anlässlich des Clips haben wir Benny SAN & Sheik Malik ein paar Fragen rübergeschickt. Die Antworten kamen prompt.

Eure Live-Performance steht im „The Show“-Video im Vordergrund. Was macht eure Auftritte zu etwas Besonderem?
Klassisches Rampensausyndrom! Wir haben jeder über 15 Jahre Bühnenerfahrung. Somit legen wir, ohne es überheblich zu meinen, eine Souveränität an den Tag, die bei Deutschlands Underground Acts nicht selbstverständlich ist. Das kombiniert mit einem gesunden Ego, einer guten Show mit den richtigen Tracks ergibt eine saftige Bühnenpräsenz.

Im „The Show“-Video sind auch Szenen zu sehen, in denen ihr im Studio herum tüftelt. An welchem Track habt ihr bei diesen Aufnahmen gearbeitet?
Als die Aufnahmen entstanden, haben wir an verschiedenen Songs für unser aktuelles Album „Scheiße muss laut“ gearbeitet. Unter anderem siehst du uns das Intro schreiben. An ein, zwei Stellen arbeiten wir aber auch an noch nicht veröffentlichten Tracks, die natürlich Top Secret sind. Kennst du ja: Wir könnten dir davon erzählen, müssten dich dann aber töten.

Bevorzugt ihr den Club oder das Jugendhaus für eure Auftritte?
Hauptsache der Sound und die Crowd stimmen. Es dürfen aber auch gern mal größere Bühnen sein. Eine geile Lightshow oder ähnliches würde natürlich nochmal eine andere Atmosphäre ins Spiel bringen, dich aber auch nicht automatisch zu einem besseren Rapper machen.

Wie häufig wurden eure Namen auf Flyern falsch geschrieben?
Viel zu oft: Underground-Hustle halt. Wird aber, Gott sei Dank, immer seltener.

 

Interview & Text: Stefan Pan

 

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